Kirschbaumblüten
Wenn Traeume fallen lernen...

Ich habe etwas getraeumt und eigentlich nicht geplant, es abzutippen. Aber bitte, lest selbst.

Der Zweifel an dem menschlichen Unterbewusstsein koennte durchaus aufkommen!

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Es fing alles ganz harmlos bei mir zu Hause an, da ich irgendwo im ueberfluteten Amerika ein Maedchen finanziell unterstuetzen wollte, welches etwa vier Jahre alt war und langes schwarzes Haar hatte.
Als ich dann aus meinem Fenster in den Garten geklettert war, stand da seltsamerweise mitten auf der Schafsweide ein langer Tisch, wie man ihn von Messen kennt, auf dem ein Buffet aufgebaut war, und mir wurde gesagt, dass das Maedchen bereits dagewesen sei (warum auch immer es mal eben aus Amerika angereist kommt, obwohl alles, auch Flughaefen, ueberflutet sind und sie im Grunde gar nicht das Geld haette, weil sie ja sonst nicht auf meine Hilfe angewiesen waere), sie die Wut gepackt hatte und wollte, dass man mir mitteilte, dass es sie nicht wundere, dass so jemand wie ich sie nicht unterstuetzen wolle.

Haetten wir das auch geklaert.

Ich beschloss das Maedchen zu suchen, warum weiss ich nicht. Vielleicht, um ihr doch noch zu helfen, oder um mich zu raechen... wer weiss, zu was ich im Traum so faehig bin.

Im naechsten Abschnitt des Traums bin ich jedoch nicht mehr anwesend, viel mehr war es eine Familie, bestehend aus einem Vater, der mit einem kleinen Kind auf dem Arm ganz an der Spitze des Kanus sass, in dem die Familie durch das ueberflutete Amerika schipperte, einer Mutter, die in der Mitte des Kanus sass und rote, schulterlange, gewellte Haare hatte, sowie dem Sohn, der uebringens aussah wie Jake Gyllenhaal, und am Ende des Kanus sass. Ob das Kind, welches der Vater bei sich hatte, das Maedchen war, welches ich unterstuetzen sollte, wollte, wieauchimmer, weiss ich nicht, kann aber durchaus sein.

Waehrend sie nun also durch das ueberflutete Amerika fuhren, wobei ich nicht weiss, warum es ueberhaupt ueberflutet worden war und auch nicht einmal an "The Day after Tomorrow" denken musste, was im Zusammenhang mit Sohn und Situation stehen wuerde, mahnte der Vater die Familie immer wieder, dass sie sich unter naehernden Schildern und Bruecken ducken sollten, obwohl ich nicht erklaeren kann, wie da auf einmal Bruecken hingekommen sein sollten. Letztlich bog das Kanu um eine scharfe Kurve und steuerte ein leerstehendes Gebaeude an, welches allem Anschein nach zu urteilen im Trockenen lag und von einem Wachposten an der inneren linken Seite des Hauses uebersehen wurde, welchem der Sohn erfreut zuwinkte, da er auf Leben gestossen war.

Seine Meinunge aenderte sich recht schnell, als alle das Kanu verlassen hatten und es das letzte mal war, dass man alle drei zusammen sehen konnte. Sie traten aus dem Gebaeude hinaus und vor ihnen erstreckte sich ein weitraeumiges Vernichtungslager, in dem fliessbandartig Menschen in hellbraunen Overalls zu fragwuerdigen Zwecken in den Tod geschickt wurden. Der Vater verschwindet ganz von der Bildflaeche, ob er das Kind da ueberhaupt noch bei sich hatte, weiss ich gar nicht. Er war auf jeden Fall weg. Die Mutter wurde auch abgefuehrt und verschwand mit irgendwelchen Helferfrauen ins Ungewisse.

Einzig die Situation erfasst hat er Sohn, welcher so unauffaellig wie moeglich zurueck ins Kanu schluepft und versucht sich dort zu verstecken.

Allerdings ist sein Plan scheinbar nicht so aufgegangen, wie er es sich gewuenscht hatte, denn bereits im naechsten Abschnitt des Traums, sitzen mehrere Jungs in seinem Alter in diesem Kanu, welches an einer Klippe in der Naehe des Lagers steht und scheinbar bloss darauf wartet, die Klippe hinunterzustuerzen, und alle Insassen mit in den Tod zu reissen. Nachdem einer der Waerter ihnen eine schoene Reise gewuenscht hatte, da man am Ende des Abgrunds tatsaechlich einen winzigen Bach erkennen konnte, wie in den alten Bug Bunny Cartoons, beschloss ich, dass ich nicht wollte, dass der Sohn jetzt schon starb, woraufhin er sich aus dem fallenden Kanu hangelte und an aus den Felsen ragenden Stofffetzten festhielt, wo auch immer die jetzt schon wieder herkamen.

Ich glaube, dass irgendjemand am oberen Ende der Klippe gemeint hatte, dass das Herolds Overall war. Fragt sich nur, wer zum Teufel Herold ist... war?!

Als der Sohn letztlich am Boden angekommen war, empfing ihn dort ein blondgelocktes, nicht viel juengeres Maedchen, welches ihn darauf hinwies, dass sie wegmuessten, da alle tot seien. Nachdem er einen Blick zu seiner rechten riskiert hatte, wo zwischen Holzresten und Menschenteilen eigentlich keine Fragen offen blieben, blickte er in die Ferne zu seiner linken. Jetzt erst schien ihm der Guerterzug aufgefallen zu sein, welcher sich bereits schleppend in Bewegung gesetzt hatte und auf nicht gerade sicher wirkenden Schienen vor sich hin dampfte. Das Maedchen war bereits aufgesprungen, da einer der Container des Zuges offengestanden hatte und einen weissen Oldtimer praesentierte, in welchem sie sich niederliess und auch den Jungen aufforderte, endlich aufzuspringen. Natuerlich kosierten in seinem Kopf immer noch die Zweifel, ob die Schienen wirklich sicher waren und warum das Maedchen noch am Leben war, dennoch setzte er sich zu ihr und fragte, ob es andere Kleidung gab, da sie sich irgendwie ihres braunen Overalls entledigt hatte und normale Kleidung trug. Der Sohn wuehlte einige Momente im Kofferraum des Oldtimers herum, setzte sich dann wieder normal hin und ploetzlich waren beide eingeschlafen.

Als beide wieder aufwachten, kam er Zug gerade zum Stillstand, wobei aus dem zweifelhaft wirkenden Gueterzug eine ansehnliche Dampflock mit schicken Wagons geworden war, die gerade eine sonnendurchflutete gruende Nachbarschaft durchquerte, in der reihenweise quitschbunter Haeuser standen. Beide stiegen ab und der Zug war ploetzlich weg, stattdessen spielte ein kleines blondes Maedchen, welches die Haare bis zu den Ohrlaeppchen trug, waehrend ein gelbes Kleid ihren zierlichen Koerper schmueckte, in einem der Gaerten und machte die beiden Jugendlichen auf sich aufmerksam.

Im naechsten Abschnitt waren alle drei im Haus des kleinen Maedchens und durchsuchten ihre Kleidertruhe, da sich der Junge dafuer entschieden hatte, ihr ein anderes Kleid anzuziehen, waehrend er von dem blondgelockten Maedchens seines Alters beraten wurde, welches bei genauerer Betrachtung ich selbst war. Halleluja, ich kam als Mary-Sou in meinem eigenen Traum vor!

Letztlich entschieden sie sich fuer ein gebluemtes Kleid, da alle anderen meiner Meinung nach wohl zu edel gewesen waeren, und beendeten den gesamten Abschnitt des Traumes damit, dass das kleine Maedchen mit seltsam verrenkten Kopf im Tuerrahmen ihres Zimmers gestanden hatte und sie aus ekelhaft tropfenden Augen ansah. Ich weiss nicht, warum die Augen tropften, da es keine Traenen waren, sondern irgendeine dunke Substanz, die vor sich hin sickerte und von ihren Augen direkt auf den rosafarbenen Teppich tropften.

Womit ich zum letzten Abschnitt des Traumes kaeme, welcher sich seltsamerweise wieder mit der Mutter beschaeftigte. Jene trug noch immer den braunen Overall und die Nummer 12. Trotz der Tatsache, dass die naechste Todeskandidatin die Frau mit der Nr. 160 gewesen waere, kletterte sie auf das Bett von Nr. 112, da es der einzige Weg zu der simpel angebrachten Guillotine war, die sich links hinter einer duennen Wand neben dem Hochbett befand. Nr. 12 versuchte Nr. 112 zu wecken, um ihr zu sagen, dass es wieder Zeit war, diese liess sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und schlief weiter. Die Mutter kletterte also zur Guillotine und blickte zu den Helferfrauen in den weissen Blusen am Boden, zeigte ihnen ihre Nummer und die Frauen gerieten in Unruhe, eine setzte sich in Bewegung und schaffte den Lagerleiter heran, den Chef der ganzen grotesken Sache, die da am Laufen war.

Ich weiss nicht, ob es jemandem etwas sagt, aber er erinnerte mich seltsamerweise an Barillo aus "Once upon a Time in Mexico".

Er bat die Mutter herunter und als sie letztlich neben ihm stand, fragte er sie nach einer Karte, wie eine Karte von einem Freizeitpark, auf dem die Fahrgeschaefte markiert waren. Sie suchte in einer pinken Mappe nach dieser Karte, wobei ich erwaehnen sollte, dass ich genau sie selbe Mappe fuer meine Flugscheine und Tickets habe, und fand sie nach einigen Missverstaendnissen zuletzt zwischen ein paar anderen Dokumenten. Die beiden starten einen Rundgang durch das Vernichtungslager und an jeder Folter- oder Todesmaschine, erklaerte er ihr den Zweck der jeweiligen Apparaturen.

Eine zum Beispiel war mit einer seltsam klebringen Substanz gefuellt; die Opfer steckten ihren Kopf hindurch und die Substanz umgab ihren Hals, wurde im naechsten Moment steinhart und trennte den Kopf vom Koerper ab.

Als naechstes erklaerte er ihr, was mit den Kindern passierte, die in das Lager kamen, und sich versteckten. Die meisten versteckten sich in alten Jutesaecken, wurden dort herausgeschuettelt und in einer Maschine zu Hackfleisch gestampft, welches dann zu Wurst oder aehlichem Weiterverarbeitet wurde. Man konnte also sehen, wie die Kinder zerstampft wurden und was am Ende dabei herauskam.

Ganz am Ende der Maschine war ein grosser Container, vor dem der mittlerweise grausam dreinblickende Mann stehenblieb und die Mutter unheilvoll musterte. "Manchmal", so sagte er, "bestellten wir dicke Rollen Schweinefleisch. Und wissen sie, was wir dann darin finden?"

Der Container wurde geoeffnet und darin befanden sich alle Jungs und das blondgelockte Maedchen aus dem Kanu, alle in dicke Rollen Schweinefleisch eingerollt... auch der Sohn.

"Ihren Drecksack von Sohn!"

In diesem Momente wachte die Frau auf... und ich auch.
27.7.08 23:57
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Charm / Website (30.10.08 15:41)
Ich...find das immer wieder dermaßen grotesk! xD Aber keine Sorge, solche Horrorgecshichten hab ich auch schon geträumt @.@

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