Kirschbaumblüten
In's Milieu zurückgekehrt..!

Ich bin zurück... in neuem Glanz und auf die Hoffnung bauend, dass es diesmal für einen längeren Zeitraum anhält, was ich stark annehme, da so mancher Mexxler meinen Weblog dort liest, welcher übrigens ziemlich aktuell ist.

Doch kommen wir zum Punkt.

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Der Tag hat gerade erst angefangen und ich weiß schon nicht mehr, was ich mit ihm anfangen soll, da ich eben die letzten Kleidungsstücke in meinen Koffer (bzw. meine viel zu kleine, poplige Reisetasche) gequetscht habe, hoffe, dass es weniger als zwanzig Kilo sind, weitere Wäsche gewaschen habe, alle möglichen Ladekabel herausgesucht habe (Kamera, DS, Mp3-Player, Handy etc.), festgestellt habe, dass ich gar keine angemessen große Tasche für mein Handgepäck habe und die gleich auch noch besorgen muss, genau wie eine robuste Regenjacke und einen neuen Gürtel... mein alter hat eben den Geist aufgegeben, als ich mit zu kräftigem Ziehen versucht habe, ihn aus der zuletzt getragenen Hose zu zerren.

Ich könnte jetzt den gestrigen Tag ein wenig Revue passieren lassen, da er mir irgendwie... ziemlich zugesagt hat.

Erfreulich und zuerst zu erwähnen ist sicherlich, dass es mein letzter Schultag war und ich dementsprechend zeitig aufgestanden bin, was ich mir sonst nicht so euphorisch vornehme. Außerdem hatte ich meine quitschgrüne Tasche bereits gepackt und konnte mich so, mit einem willkürlich gewählten Song aus Grease in den Ohren, die Treppe hinunter zum Frühstück begeben. Mp3-Player sind was tolles, vor allem, wenn auch sie quitschgrün sind; ich mag diese Farbe!

Müsli mampfend und gleichzeitig meine Reiseerlaubnis und meinen Flugschein in einem kürzlichst erworbenen quitschpinken (es wird ja immer besser) Ordner verstauend, verstrich die Zeit und meine sonstige "Heute-verschlafe-ich-mal"-Phase hatte ich duch hemmungsloses Trödeln wieder aufgeholt.

Von meiner Mutter und meinem Bruder angetrieben, tapste ich gemächlich wieder hoch, wusch mir die Haare und vernahm währenddessen aus der Küche Schmerzensschreie... mein Bruder hatte sich doch dazu überreden lassen, den Splitter aus seinem Fuß pulen zu lassen, der ihn schon seit einigen Tagen zum Humpeln zwang. Idiot. Hätte er das gleich am Anfang zugelassen, hätte es sich nicht entzündet.

Mit einem Turban auf dem Kopf, gewaschenem Gesischt und immer noch im Schlafanzug, begann ich nun, mich schulgerecht anzukleiden und es ergab sich ein kleines Problem: Ich hatte meine gesamten Socken bereits eingepackt! Nachdem ich nun also ein Paar Socken aus meiner Reisetasche geholt hatte, diese und auch alles andere angezogen hatte, trocknete ich mir meine Haare, was bei der geringen Länge recht fix ging, wobei zu erwähnen wäre, dass ich heute Nacht geträumt habe, dass ich rote Haare hätte... und eine fast kniekehlenlange, leicht gewellte Blonde Perücke besaß, die ich im Traum fast gar nicht mehr absetzen wollte.

Fertig angezogen, ordentlich aussehend und angenehm duftend, was sich sicherlich darauf zurückführen lässt, dass ich ein närrischer Sammler von Parfums und deren Flakons bin, welche in einem viel zu kleinen Regal direkt neben mir an der Wand thronen.

Natürlich sind wir zu spät losgefahren und mein Bruder wäre fast zu spät gekommen... aber was soll's ^__^ Ich kam ja rechtzeitig.

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In der Schule dann, verstrich die Zeit eben so, wie sie es an einem letzten Schultag immer tut. Quälend langsam. Wenn man dann jedoch in der ersten Stunde Chemie hat, worin man ein herkömmliches "Rohrfrei"-Produkt untersuchen soll, hat das Ganze doch seinen Reiz. Drei verschiedene Substanzen hatte das Zeug aus dem Billigmarkt von nebenan... mehr fanden wir dann auch nicht mehr raus, ging recht schnell vorbei die Stunde.

In der zweiten Stunde kam dann mein unglaublich mühevoll vorbereiteter Vortrag zu dem Lied "Zu Spät" von Subway to Sally. Er war gut, wenn nicht sogar besser, das hatte mein Lehrer selbst bestätigt. Ich konnte jede seiner Fragen beantworten, da ich den Text bis auf den letzten Buchstaben auseinandergenommen habe. Allerdings fand er doch Kritik... und die war nicht ohne. Er fand es unmöglich, dass ich mir so ein Lied aussuchte, da es ein Einziges Prozedere von Leid, Elend und letztlich Tod darstellt, welcher unausweichlich und nicht einmal das Ende bedeutet, sondern eine weitere Höllenfahrt. Wir sollten uns gefälligst mit dem Lied identifizieren können, und er würde sich ernsthafte Gedanken machen, identifizierte ich mich mit sowas! Ich erklärte im versonnen, dass mir das Lied des Interesses halber gefiele, dass die Interpretation durchaus Spaß gebracht hat, da es eben kein plumpes und schnulziges Liebeslied ist, so wie es alle anderen vorgebracht haben. Dummerweise hätte ich mich nicht einmal mit einem dieser Lieder identifizieren können, da ich nie Liebeskummer oder ähnliches zu durchleben hatte.

Egal, der Vortrag war gegessen und ich musste meine Bücher zurückgeben. Keiner der anderen Austauschler hat daran gedacht, außer einem Jungen aus der 11, der ebenfalls vor der Bücherei stand und auf den zuständigen Lehrer wartete. Da ich danach jedoch Sport hatte und dementsprechend wenig Zeit, da es einen Klassenbucheintrag kostetete, käme ich dazu zu spät, ließ ich meine Bücher letztlich einfach vor der Tür liegen und flitzte mit meiner ARTE-Tasche gen Sporthalle. Volleyball... es passierte nichts sonderlich interessantes.

Genau wie die nächsten beiden Stunden, das große Finale kam erst in der letzten.

Musik. Die letzte Musikstunde hatte ich leider verpasst, da ein Austauschtreffen stattgefunden hatte, um noch einmal alles wichtige zu besprechen. Ergo hatte ich auch keine Ahnung, was im Unterricht gemacht worden ist. Ich war davon ausgegangen, dass sie die musikalische Darstellung des Gedichts vorgeführt hatten, die wir in der Stunde davor eingeübt hatten... und unsere Interpretation bzw. melodische Darstellung, wurde des öfteren von der Lehrerin gelobt, da es den Spannungsaufbau sowie die plötzlich verschwindenden Bilder im Herzen des Panthers ziemlich gut verdeutlichten. Doch das schien Schnee von gestern zu sein, denn überrascht wurden wir drei Austauschler mit einem neuen Stück.

Memory. Ich, ein unglaublicher Fan jedweder Musicals, war natürlich Feuer und Flamme, wusste jedoch nicht so ganz, was ich nun eigentlich machen könnte, da ja alle anderen das Stück bereits eingeübt hatten. Als mich dann jedoch alle ganz seltsam anblickten und ich mich nach meiner Lehrerin umsah, bemerkte ich recht schnell, was es mit den Blicken auf sich hatten. Die feigen Drecksäcke wollten mich zum Singen zwingen, womit ich zwar kein Problem hätte, aber wieso sagt mir denn keiner was!? Naja, mit einem Mikrofon und einem Text in der Hand, versuchte ich mich erstmal irgendwie da hinein zu wurschteln... was sich als recht schwierig herausstellte, da das gesamte Stück verflucht hoch war! Aber als es dann richtig losging, unsere Lehrerin uns sogar aufnahm, klappte es ziemlich gut, was mich wunderte... wo war denn die Feigheit gegenüber des Singens in der Öffentlichkeit hin?

Und nächstes Jahr singe ich auch noch im Oberstufenchor... mit Leuten, die bereits an so unglaublichen Projekten teilgenommen haben. Z.B. einer monatelangen, fast Jahrelangen Vorbereitungszeit für eine Vorstellung der Superlative: "Tanz der Vampire" in Perfektion. Ich habe es leider nicht gesehen, aber die grundsätzlich positive Kritik, ließ mich doch neidisch werden. Allein die Kulisse und die Kostüme... Wahnsinn. Letztens folgte dann auch "Elisabeth"... unglaubliche Kostüme! Ich war hin und weg... und jetzt, natürlich genau dann, wenn ich nicht da bin, kommen vier Vorstellungen zu "We Will Rock You"... nicht fair!

Das war's, es reicht.

Auf denn,
das Fräulein

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Btw... der Eintrag ist von heute morgen
8.7.08 20:16
 


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"Düfte sind wie die Seele der Blumen, man kann sie fühlen, selbst im Reich der Schatten."
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